Systems Change: Wenn aus klein, systemisch wird

Florentine Roth, Ashoka Deutschland

Fotocredit: Ronja Arndt | openTransfer

Die Initiative:

Ashoka unterstützt seit 40 Jahren Menschen bei der Umsetzung von Ideen, die unser gesellschaftliches Miteinander neu denken. Dazu baut Ashoka Netzwerke auf, die stark machen und Erfolg wahrscheinlicher.

So können aus guten Ideen neue Normen in unserem Denken und Tun werden. Und auf dem Weg können immer mehr Menschen die Fähigkeiten und Möglichkeiten erhalten, in einer von schnellem Wandel geprägten Welt selbst eine lebenswerte Zukunft mitzugestalten.

Worum ging es in der Session?

In der Session von Florentine Roth von Ashoka ging es um den systemischen Wandel. Viele gemeinnützige Organisationen schrecken davor zurück, Probleme an der Wurzel anzugehen, weil sie das Gefühl haben, das Vorhaben ist zu groß und sie (noch) zu klein. Florentine zeigte, dass die Beschäftigung mit systemischem Wandel für jede Organisation lohnend ist.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Um Ressourcen effektiver zu nutzen, sollten sich gemeinnützige Organisationen mehr auf die Problembehandlung fokussieren, anstatt der Logik der sogenannten “Quick-fix-itis” zu folgen. Systemischer Wandel heißt auch, einen langen Atem zu haben, aber es lohnt sich. 
  • Ein guter Ausgangspunkt ist das “5R-Modell”, das hilft, die Elemente zu erkennen, die ein System ausmachen und welche Schritte notwendig sind, um es zu verändern. Start ist das 5. R, welches für “Resultate” steht. Die anderen “Rs” stehen für “Ressourcen”, “Regeln”, “Rollen”, und “Relationships”.  Die erste Frage sollte also sein: welches Resultat möchten wir erreichen? Die zweite: welche der Rs müssen wir verändern, um dieses gewünschte Resultat zu erreichen?
  • Nicht jeder muss systemischen Wandel angehen. Auch die Symptombehandlung hat ihre Berechtigung. Man muss sich auch nicht per se für einen Ansatz entscheiden – viele Organisationen und Social Entrepreneurs machen beides.
  • Wer systemischen Wandel verfolgt, muss auch Kontrolle abgeben können. Denn das Ziel ist in gewisser Weise, sich selbst überflüssig zu machen.

Weitere Informationen:


Das Festival der Skalierung findet jährlich im Rahmen des openTransfer Accelerator statt. Mit dem Programm unterstützen wir gemeinnützige Organisationen dabei, strukturiert zu wachsen und ihren individuellen Weg der Skalierung zu finden. Hauptbestandteil des Projekts ist das einjährige Skalierungsstipendium sowie Vernetzungs-, Beratungs- und Qualifizierungsangeboten für gemeinnützige Organisationen.

Der openTransfer Accelerator ist ein Programm der Stiftung Bürgermut mit Unterstützung der aqtivator gGmbH.

Das Logo Stiftung Bürgermut

Anne Hoppe

Anne Hoppe ist Transfermanagerin beim openTransfer Accelerator. Zuvor arbeitete sie unter anderem im bundesweiten Netzwerk-Programm "Engagierte Stadt". Das Finden von Synergien in Projekten und das Vernetzen von Menschen mit guten Ideen liegen ihr am Herzen.

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