Die drei größten Stolperfallen auf dem Skalierungsweg

Florian Borns, Digitale Helden gGmbH

Fotocredit: Ronja Arndt | openTransfer

Die Initiative:

Die Digitalen Helden aus Frankfurt am Main wurden 2014 gegründet mit der Idee, dass sich junge Menschen mündig, sicher und selbstständig im digitalen Raum bewegen können. Dazu bildet die Organisation Lehrkräfte und Schüler:innen aus, die als Mentor:innen jüngere Schüler:innen auf Augenhöhe beim Umgang mit persönlichen Daten im Internet, sozialen Netzwerken und bei der Prävention von Cybermobbing beraten.

Worum ging es in der Session?

Skalierung ist kein Selbstläufer. Welche Stolpersteine Organisationen auf Wachstumskurs begegnen können, berichtete Florian Borns von den Digitalen Helden in seiner Session. In den letzten Jahren musste die Organisation schon einige Herausforderungen meistern. Die drei größten teilte er mit den Teilnehmenden und berichtete von ihren Lösungsansätzen. 

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Engpässe im Fundraising: Die Digitalen Helden haben festgestellt, dass Großförderungen eine bessere Planbarkeit bieten als Einzelspenden. In der Diskussion mit den Teilnehmenden wurde die Herausforderung, für Folgeförderungen immer wieder die eigene Wirkung deutlich zu machen, hervorgehoben. Hilfreich hierfür ist es, wenn man verschiedene Stiftungen, die das Projekt oder die Organisation fördern, an einen Tisch holt, um damit Kontinuität zu fördern. 
  • Kostenplanung: “Management by Kontostand” kann einem ganz schön auf die Füße fallen, wie die Digitalen Helden am eigenen Leibe festgestellt haben. Es braucht eine gute Liquiditäts- und Erfolgsplanung. Dafür ist es wichtig, BWL & Buchhaltungs-Know- How ins Team zu holen.
  • Teamaufbau: Schnelles Wachstum ist gefährlich. Florian berichtete, dass sie bei all den Erfolgen, die sie hatten, sich selbst nicht zugehört haben. Die Bedürfnisse, die das Team hatte, waren nicht klar. Gelöst haben die Digitalen Helden diese Herausforderung, indem sie einen Teamcoach ins Team geholt haben, der die Organisationsentwicklung begleitet hat. Zwei Feststellungen, die die Organisation in der Zeit gemacht haben waren:
    • Am wichtigsten ist bei den Gründungspersonen “inner work”, also die Arbeit mit sich selbst. Viele müssen es erst lernen, loszulassen. Aber das ist wichtig.
    • Es braucht Klarheit bei Rollen und Entscheidungsfindungen im Team. 

Weitere Informationen und Tipps:

  • Wer sich keinen Teamcoach leisten kann, hat trotzdem viele Möglichkeiten, sich mit der Entwicklung im Team und dem Aufbau einer gesunden Organisation zu beschäftigen. Denn es gibt einige Coaches, die Pro Bono ihre Unterstützung anbieten, wie etwa der Heldenrat oder die Schmid Stiftung

Das Festival der Skalierung findet jährlich im Rahmen des openTransfer Accelerator statt. Mit dem Programm unterstützen wir gemeinnützige Organisationen dabei, strukturiert zu wachsen und ihren individuellen Weg der Skalierung zu finden. Hauptbestandteil des Projekts ist das einjährige Skalierungsstipendium sowie Vernetzungs-, Beratungs- und Qualifizierungsangeboten für gemeinnützige Organisationen.

Der openTransfer Accelerator ist ein Programm der Stiftung Bürgermut mit Unterstützung der aqtivator gGmbH.

Das Logo Stiftung Bürgermut

Anne Hoppe

Anne Hoppe ist Transfermanagerin beim openTransfer Accelerator. Zuvor arbeitete sie unter anderem im bundesweiten Netzwerk-Programm "Engagierte Stadt". Das Finden von Synergien in Projekten und das Vernetzen von Menschen mit guten Ideen liegen ihr am Herzen.

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