Skalierung im Rahmen von Projektförderung und vielfältigen Kontexten

Jakob Filzen, Start with a Friend e.V.

Worum ging es in der Session?

Start with a Friend (SwaF) schafft persönliche Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Einwanderungserfahrung in Tandems und in Communities. Mittlerweile haben sie an 20 Standorten 9.500 Tandems zusammengebracht. Eine wirkliche Erfolgsgeschichte, die jedoch auch einige Herausforderungen mit sich bringt. Lokale Kontexte sind sehr unterschiedlich, die Menschen und Bedarfe vielfältig und somit auch die Arbeitsprozesse und der Arbeitsaufwand. Die Zielindikatoren in den Projektanträgen sind daher nicht immer übertragbar. In seiner Session berichtete Jakob Filzen, wie SwaF versucht, die unterschiedlichen Kontexte abzubilden, damit das Skalierungsvorhaben gelingt.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Bei SwaF gibt es zwei Skalierungswege: Proaktiv, also sie gehen in eine Stadt, oder reaktiv, d.h. sie folgen einer Anfrage. Im ersten Falle gibt es in der Regel noch keine Erfahrungen und Strukturen, im zweiten sind diese bereits vorhanden. 
  • In beiden Fällen gibt es Regionalkoordinator:innen, die verantwortlich für die Koordination der Fellows vor Ort sind. Es sind die Fellows, die gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Team einen Standort bilden und die Tandems unterstützen.
  • Mit den Regionalkoordinator:innen schafft SwaF Strukturen, die unabhängig von den einzelnen Standorten sind. Damit das auch finanziell funktioniert, hat Swaf damit begonnen unabhängige Geschäftsführungs- und Verwaltungsprozesse anteilig in die Projektanträge einzubinden
  • Diese Herausforderungen in der Projektfinanzierung von SwaF können innerhalb eines “Vielfaltsquadranten” abgebildet werden. Jakob nutzte diese Quadranten zur Visualisierung der Spannungsfelder, in denen sie sich bewegen. Sie beinhaltet: Input vs. Output sowie Vielfalt vs. Homogen. 
    • Input kann z.B. sein: projektunabhängige Grundstruktur, wie die Geschäftsführung und die Verwaltung.
    • Output: hier ist der Fokus vor allem auf dem Zielgruppenergebnis. Diese können von Standort zu Standort variieren.
    • Vielfalt: der Fokus liegt auf den Veränderungen der Umsetzung an den unterschiedlichen Standorten
    • Homogen: Dies sind die Aspekte der Umsetzung, die an allen Standorten gleich bleiben.

Das Festival der Skalierung findet jährlich im Rahmen des openTransfer Accelerator statt. Mit dem Programm unterstützen wir gemeinnützige Organisationen dabei, strukturiert zu wachsen und ihren individuellen Weg der Skalierung zu finden. Hauptbestandteil des Projekts ist das einjährige Skalierungsstipendium sowie Vernetzungs-, Beratungs- und Qualifizierungsangeboten für gemeinnützige Organisationen.

Der openTransfer Accelerator ist ein Programm der Stiftung Bürgermut mit Unterstützung der aqtivator gGmbH.

Das Logo Stiftung Bürgermut

Anne Hoppe

Anne Hoppe ist Transfermanagerin beim openTransfer Accelerator. Zuvor arbeitete sie unter anderem im bundesweiten Netzwerk-Programm "Engagierte Stadt". Das Finden von Synergien in Projekten und das Vernetzen von Menschen mit guten Ideen liegen ihr am Herzen.

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