Digitalisierung und Umgang mit KI im Mentoringkontext kompetent gestalten: Dokumentation der Workshops und Meet-Ups

Die zunehmende Digitalisierung und der Wandel durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) eröffnen Pat:innenschafts- und Mentoringorganisationen neue Möglichkeiten, ihre Arbeit wirksamer, effizienter und zukunftsfähig zu gestalten. Gleichzeitig werfen Digitalisierung und KI viele Fragen auf: Wo bringen digitale Tools echten Mehrwert? Wie lassen sich Prozesse sinnvoll unterstützen, ohne den Kern der Beziehungsarbeit aus dem Blick zu verlieren? Und wie kann KI verantwortungsvoll, diskriminierungssensibel und praxisnah eingesetzt werden?

Fotocredit: Jasmin Valcarcel I openTransfer

Mit openTransfer Patenschaften greifen wir diese Fragen im Jahr 2026 in einer analogen Workshop-Reihe mit ergänzenden digitalen Meet-Ups auf. Wie im Vorjahr, als wir die digitale Trainingsreihe „Digital durchstarten!“ durchgeführt haben, wollen wir neue Lernräume schaffen, in denen Projektkoordinator:innen Digitalisierung und KI gemeinsam ausprobieren, reflektieren und weiterdenken können.

Auf dem Programm stehen drei ganztägige analoge Präsenz-Workshops in Hamburg, Köln und München mit informellem Vorabendprogramm sowie eine Lernreise nach Berlin. Den Mittelpunkt bilden praxisnahe Anwendungsbeispiele aus dem Mentoring- und Pat:innenschaftskontext, der kollegiale Austausch und das gemeinsame Arbeiten an konkreten Herausforderungen aus dem Projektalltag. Ergänzt werden die Präsenzformate durch 90-minütige digitale Meet-Ups, die der Vertiefung, Reflexion und bundesweiten Vernetzung dienen. Im Rahmen der Lernreise sind neben Workshopinhalten auch Praxisbesuche bei Organisationen geplant, die Digitalisierung und KI im zivilgesellschaftlichen Kontext bereits implementieren. Es geht uns darum, Good-Practice-Beispiele sichtbar zu machen, Digitalisierung zu diskutieren und mit euch zu diskutieren, wie wir Learnings und Inhalte in Pat:innenschafts- und Mentoringprojekte übertragen können.

Thematische Schwerpunkte

  • Digitale Organisation und Datenmanagement im Mentoring
  • KI als Unterstützung im Projektalltag (z.B. für Dokumentation, Anträge, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit)
  • Diversitäts- und diskriminierungssensibler KI-Einsatz
  • Gute Praxis aus der Zivilgesellschaft und von Mentoringorganisationen
  • Transfer in den eigenen Arbeitskontext

Die Workshops richten sich an Projektkoordinator:innen aus Pat:innenschafts- und Mentoringprojekten im Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ und Praxisakteur:innen darüber hinaus. Neben fachlichen Impulsen durch Praxispartner:innen und externe Referent:innen bieten die Formate viel Raum für Fragen, Austausch und gemeinsames Lernen.

Auf dieser Seite findet ihr die Dokumentation der Workshops im Mai in Hamburg und im Juni in Köln sowie der zugehörigen Meet-Ups.

In diesem praxisnahen Workshop schauten wir uns an, wie digitale Tools und Künstliche Intelligenz helfen können, Daten, Kontakte und Prozesse übersichtlich zu organisieren und die Qualität im Mentoring zu stärken. Gemeinsam arbeiten wir an konkreten Anwendungsbeispielen, von Projektübersichten über Dokumentation bis hin zu KI-gestützten Zusammenfassungen und Routinen.

Mit einem Praxisimpuls zu codo – Das Daten-Tool für Mentoringprojekte (in Kooperation mit der BürgerStiftung Hamburg) sowie einem interaktiven Fachinput unserer Referentin Nevena Nikolajevic vom Civic Data Lab verbanden wir Strukturarbeit mit Ausprobieren. In Gruppenphasen testeten die Teilnehmenden eigene Anwendungsfälle und entwickelten erste Schritte für ihren Projektalltag.

Ergänzt wurde der Workshop mit einem bundesweit offenen 90-minütigen digitalen Meet-Up am 3. Juni zum Workshopthema.

Referentin Nevena Nikolajevic

Fotocredit: Civic Data Lab

Das Civic Data Lab unterstützt organisierte und nicht-organisierte Akteur*innen der Zivilgesellschaft dabei, gemeinwohlorientierte Ziele durch die Nutzung von Daten und KI besser zu erreichen. Teil des Angebotes (neben Kompetenz- und Netzwerkaufbau) ist es, die praktische Umsetzung von Datenprodukten zu unterstützen und dabei übertragbare Ergebnisse i.S.v. Open Source Code, Open Data, Checklisten und Anleitungen, Erfahrungsberichte usw. entstehen zu lassen. Auf diese Weise soll ein Beitrag geleistet werden, langfristig die Bedingungen für die Nutzung von Daten für die Zivilgesellschaft zu erleichtern. Dem Team ist es ein Anliegen, stets ein offenes Ohr an den realen Herausforderungen zivilgesellschaftlicher Organisationen zu haben, um so bedarfsgerechte Lösungswege zu entwickeln und aufzuzeigen.

Fotocredit: Civic Data Lab

Dokumentation des Workshops und des digitalen Meet-Ups

Wie können digitale Tools, gute Datenstrukturen und Künstliche Intelligenz den Projektalltag in Mentoring- und Patenschaftsprojekten entlasten und zugleich Qualität stärken? Mit dieser Leitfrage beschäftigte sich unser Workshop „Digital Ordnung schaffen, KI sinnvoll nutzen: Daten, Prozesse und Qualität im Mentoring“ am 28. Mai 2026 in Hamburg. Das Ziel des Workshops war, zu veranschaulichen: Digitalisierung und KI sollten nicht noch mehr Komplexität schaffen, sondern Orientierung, Entlastung und bessere Strukturen für die eigentliche Beziehungsarbeit im Mentoring ermöglichen.

codo – Das Daten-Tool für Mentoringprojektevorgestellt, welches Stiftung Bürgermutgemeinsam mit der BürgerStiftung Hamburg entwickelthaben. Hier wurde begreifbar, warum digitale Ordnung im Mentoring relevant ist: Sie kann den Projektalltag entlasten, Qualität sichern und Professionalisierung unterstützen. Besonders hilfreich war dabei der Blick in die Praxis anderer Organisationen aus der codo-Community. So wurde deutlich, dass gute Datenstrukturen nicht nur Verwaltungsaufwand reduzieren, sondern auch Matching, Begleitung, Überblick und Weiterentwicklung im Projektalltag erleichtern können. codo erschien dabei nicht als abstraktes Tool, sondern als eine Lösung „von der Community für die Community“, die aus realen Bedarfen im Mentoring entstanden ist. Nutzerbetonten, dass so z.B. ihr Büro ordentlicher wurde, da mit codo etwa Papierlisten verlässlich digitalisiert werden können.

Am Nachmittag vertiefte Nevena Nikolajević vom Civic Data Lab den Blick auf KI im zivilgesellschaftlichen Kontext. Ihr Workshopteil „KI – von Algorithmen zu Alltagshelfern“ verband Grundlagenwissen mit praktischer Anwendung. Thematisch reichte der Bogen von der Frage, was KI und maschinelles Lernen eigentlich sind, über neuronale Netze und KI in der Zivilgesellschaft bis hin zu gutem Prompting, Vibe Coding zur Verbesserung von Datenqualität und den Risiken von KI. Ziel war nicht nur ein technisches Grundverständnis, sondern vor allem ein Gefühl dafür, welche Anwendungen und Tools für die Arbeit in Non-Profit-Organisationen sinnvoll sein können und wie große Sprachmodelle effektiver und reflektierter eingesetzt werden können.

In Austauschphasen im Workshop tauschten sich die Teilnehmenden zu verschiedenen Fragen aus: Wo kostet der Projektalltag aktuell am meisten Zeit oder Nerven, und wo könnten Digitalisierung oder KI sinnvoll unterstützen? Dabei zeigten sich viele Bedarfe aus der Arbeitspraxis der Teilnehmenden: Datenbereinigung, Datenvisualisierung, Recherche, mehr Überblick über bereits vorhandene Tools oder das Anstoßen konkreter Prozesse zur besseren Nutzung von KI-Anwendungen. Zugleich blieben Fragen offen, die ins digitale Meet-Up mitgenommen wurden: Welche konkreten KI-Anwendungen nehmen wirklich administrative Arbeit ab? Welche lokalen oder datenschutzsensiblen Programme eignen sich? Welche Tools helfen auch kleineren Projekten weiter? Damit wurde deutlich, dass der Workshop nicht bei einem einmaligen Aha-Moment endete, sondern bewusst in einen längeren Lern- und Erprobungsprozess hineinführte.

Präzises Prompting hilft für digitale Ordnung

Das digitale Meet-Up am 3. Juni 2026 griff diese offenen Fragen auf und öffnete die Hamburger Inhalte zugleich für eine bundesweite Community. In 90 Minuten wurden zentrale Themen aus dem Workshop noch einmal verdichtet: ein kurzes Wrap-up, KI in der Zivilgesellschaft, Risiken von KI und vor allem die Frage, wie gutes Prompting in der Praxis helfen kann. Nevena machte deutlich, dass präzises Prompting Mitarbeitenden in zivilgesellschaftlichen Organisationen dabei helfen kann, bessere und gezieltere Ergebnisse für Recherchen, Übersetzungen, Textentwürfe, Datenanalyse oder Kampagnenarbeit zu erhalten. Das gilt gerade dort, wo mit knappen Ressourcen gearbeitet werden muss. Der gemeinsame Austausch im Meet-Up zeigte, welche Anwendungen bereits genutzt werden und wo weiterer Unterstützungsbedarf besteht. Dabei nannten Teilnehmende „roten Linien“, die besonders wichtig bei der Anwendung von KI sind: Datenschutz ist oberstes Gebot, persönliche Daten und Namen gehören nicht in KI-Tools, sensible Ergebnisse müssen fachlich geprüft werden, und möglichst EU-basierte oder offenere Tools werden bevorzugt. Das Meet-Up vernetzte die Teilnehmenden bundesweit, war ein Ort für kollegiale Beratung und gemeinsames Weiterlernen.

Workshop und Meet-Up haben zusammen gezeigt: Digitale Ordnung und KI-Unterstützung werden im Mentoring dann besonders wertvoll, wenn sie an realen Arbeitsprozessen ansetzen, konkrete Entlastung schaffen und mit einem klaren Blick auf Datenschutz, Qualität und Alltagstauglichkeit verbunden werden. Gerade in einem Feld wie Pat:innenschaften und

Wie nutzen wir KI so, dass sie Teilhabe stärkt und nicht bestehende Ungleichheiten reproduziert?

In diesem praxisnahen Workshop setzten wir uns mit einer diskriminierungssensiblen und verantwortungsvollen Perspektive auf Künstliche Intelligenz auseinander. Gemeinsam schauten wir darauf, wie Bias, Machtstrukturen und gesellschaftliche Ungleichheiten in KI-Systemen vorkommen und wie sie sich im Mentoringkontext auswirken können. Gleichzeitig erprobten wir konkrete Anwendungsfälle und überlegen, wie KI gezielt eingesetzt werden kann, um Kommunikation inklusiver, zugänglicher und wirkungsvoller zu gestalten.

Mit einem Praxisimpuls aus der Initiative ‚Haltung zeigen – Vielfalt stärken‘ sowie einem interaktiven Fachinput unseres Referenten verbanden wir Reflexion mit Anwendung. In Übungsphasen testeten die Teilnehmenden Text-KI, arbeiteten an sensiblen Prompt-Formulierungen und entwickelten Leitlinien für euren eigenen Projektkontext. Ziel des Workshops war es, dass die Teilnehmenden besser einschätzen können, wo KI Risiken birgt und wo sie Potenziale für Empowerment, Barriereabbau und gerechtere Kommunikation eröffnet.

Ergänzt wurde der Workshop mit einem bundesweit offenen 90-minütigen digitalen Meet-Up am 23. Juni zum Workshopthema.

Referent

Fotocredit: Tobias Carl

Christoph Hassler unterstützt, als selbstständiger Berater, Organisationen, KI- und digitale Produkte so zu gestalten, dass sie vertrauenswürdig, bias-arm und nutzerzentriert sind. Er ist ebenfalls als Dozent für Design-Strategie und Ethik tätig.

Fotocredit: Tobias Carl


Dokumentation des Workshops und des digitalen Meet-Ups

Wie kann Künstliche Intelligenz im Mentoringkontext so eingesetzt werden, dass sie Teilhabe stärkt und nicht bestehende Ungleichheiten reproduziert?

Mit dieser Leitfrage beschäftigte sich unser Workshop „KI verantwortungsvoll einsetzen: Diversität, Sprache und Fairness im Mentoring“ am 11. Juni 2026 in Köln. Der Workshoptag sollte sich darum drehen, dass es bei der Nutzung von KI nicht nur um Effizienz oder neue Tools, sondern auch um Sprache, Teilhabe, Repräsentation und Verantwortung geht. Dies gilt besonders im Kontext von Mentoring und Pat:innenschaften, also in einem Feld, das von Beziehung, Vertrauen und Kommunikation lebt. Entsprechend stand die Frage im Raum, wie KI in einem solchen Kontext genutzt werden kann, ohne Ausschlüsse, Stereotype und gesellschaftliche Ungleichheiten zu verstärken.

Ein kontininuierlicher Lernprozes: Diskriminierung mit Haltung begegnen

Den inhaltlichen Auftakt setzte Cheyenne Schellein von der ,Menschen stärken Menschen‘  Trägerorganisation Initiative ,Haltung zeigen – Vielfalt stärken‘ mit ihrem Praxisimpuls „Bilder, Sprache & KI – Eine kollektive Verantwortung“. Dabei ging es nicht nur um einzelne problematische Outputs von KI, sondern um die dahinterliegenden gesellschaftlichen Strukturen. Diskriminierung wurde beschrieben, als ein Phänomen, das sich in Bildern, Sprache und digitalen Räumen fortsetzt und gerade deshalb nicht losgelöst von KI betrachtet werden kann. Dabei kann es auch zu Mehrfachdiskriminierung (Intersektionalität) kommen. Wissen, Haltung und Verhalten sind die drei Ebenen, auf denen Individuen Diskriminierung im Alltag begegnen können. Die Auseinandersetzung mit Diskriminierung und diskriminierenden Strukturen ist ein fortlaufender Lernprozess von allen an Mentoringprozessen beteiligten Personen und über diesen Kontext hinaus individuelle Verantwortung.

In der anschließenden Peer-to-Peer-Phase richteten die Teilnehmenden den Blick auf ihre eigenen Arbeitsrealitäten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wo Diskriminierung, Ausschluss oder Unsensibilität im Umgang mit KI im eigenen Arbeitsfeld bereits sichtbar werden. Dabei ging es um Sprache in Texten, Bilder und Darstellungen, Zielgruppenansprache, Recherche, aber auch um Unsicherheiten im alltäglichen Umgang mit KI. Der Austausch machte deutlich, dass viele Organisationen KI bereits neugierig erproben, zugleich aber noch nach Orientierung suchen, wie Prompts besser formuliert werden können und wie sich problematische Reproduktionen vermeiden lassen.

Hinter den Kulissen von KI stecken Menschen, das müssen wir bedenken

Am Nachmittag vertiefte dann unser Referent Christoph Hassler diese Fragen in seinem Workshopblock „Hinter den Kulissen von KI“. Dort ging es zunächst um rassistischen Bias in KI. Denn KI ist nie neutral, sondern KI-Anwendungen basieren auf Daten und auf Trainings durch Menschen. Das bedeutet, dass verzerrte und diskriminierende Wahrnehmungen von Menschen sich in KI-Anwendungen wiederfinden. Dahingehend bot der Vortrag von Christoph und die Praxisarbeitsphase viel Raum zur Reflexion. Teilnehmer:innen probierten selbstDatenlabeling undttikettierung aus und schließlich ging es um den Code of Conduct Demokratische KI. Die Teilnehmenden arbeiteten an konkreten Beispielen und setzten sich damit auseinander, wie maschinelle Zuschreibungen entstehen, wie sehr Daten, Kategorisierungen und dominante Perspektiven die Ergebnisse prägen und warum KI keineswegs neutral „denkt“. Gerade durch die Verbindung von Input, Übung und Reflexion wurde sichtbar, dass Bias nicht nur ein abstraktes Problem ist, sondern sich ganz konkret in Bildern, Sprache, Bewertung und Repräsentation niederschlägt.

Besonders wertvoll war dabei, dass der Tag nicht bei der Problembeschreibung stehen blieb. In der Transferphase ging es im Anschluss darum, die Erkenntnisse des Workshops in konkrete Handlungsmöglichkeiten zu übersetzen. Unter der Überschrift „Vom Aha zum Alltag der ethischen KI-Nutzung“ entwickelten die Teilnehmenden erste Leitlinien für ihre eigene Praxis. Dabei wurde der Code of Conduct Demokratische KI als Orientierungspunkt genutzt, um über persönliche Verantwortung, organisationale Regeln und sinnvolle nächste Schritte nachzudenken. So entstanden erste Ideen für kleine Codes of Conduct, für bewusstere Sprachentscheidungen, für den reflektierten Umgang mit Bildern und für klare Abwägungen dazu, wann KI im Projektalltag hilfreich sein kann und wann eben auch nicht.

Bias-sensivites Prompting ist keine „silver bullet“

Das digitale Meet-Up am 23. Juni 2026 knüpfte an diese Fragen an und vertiefte sie in einem bundesweit offenen Format mit einem besonderen Fokus auf bias-sensitives Prompting für sensible Zielgruppen. Gemeinsam mit Christoph Hassler wurden zentrale Aspekte aus dem Workshop weitergeführt. Christoph verdeutlichte, dass die Datengrundlagen, dominante Normen und Perspektiven der sog. „WEIRD-Länder“ die Antworten von KI-Systemen dominieren. Prompts lassen sich zwar so formulieren, dass sie sensibler, reflektierter und kontextbewusster mit Vielfalt, Repräsentation und Sprache umgehen, jedoch sind die zugrundeliegenden Daten nie frei von Bias, weswegen bias-sensibles Prompting zwar hilft, um bessere Ergebnisse zu bekommen,dieMethode ersetzt jedoch nicht das eigene kritische Denken und machtsensible Reflektieren der Nutzenden. Bias-sensitives Prompting ist demnach keine „silver bullet“. Das Meet-Up verband fachliche Impulse mit konkreten Beispielen und Austausch über den Projektalltag der Teilnehmenden. Ergänzt wurde das Format durch eine umfassende Linksammlung mit weiterführenden Ressourcen zu Bias, Repräsentation, offenen Sprachmodellen, machtkritischen Perspektiven und verantwortungsvollem KI-Einsatz.

Workshop und Meet-Up haben gemeinsam deutlich gemacht: KI verantwortungsvoll einzusetzen bedeutet nicht nur, Tools zu kennen, sondern auch, die eigenen Annahmen, Routinen und Kommunikationsweisen kritisch zu hinterfragen. Gerade im Mentoringkontext braucht es dafür Sensibilität, Reflexionsbereitschaft und den Willen, technologische Entwicklungen so zu gestalten, dass sie Menschen stärken, anstatt bestehende Ungleichheiten zu verstärken.


Die Worksfindet im Rahmen des Programms openTransfer Patenschaften statt. openTransfer Patenschaften fördert die Vernetzung, den Wissenstransfer und die Verbreitung von Patenschafts-, Tandem, und Mentoring-Initiativen bundesweit. Alle Angebote des Programms sind kostenfrei. Mehr Informationen unter http://opentransfer.de/projekte/patenschaften/.

openTransfer Patenschaften ist ein Programm der Stiftung Bürgermut, gefördert durch das Bundesprogramm “Menschen stärken Menschen” des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Daniel Männlein

Daniel Männlein ist Programmmanager im Programm openTransfer Patenschaften und gestaltet bundesweit Angebote für Patenschafts-, Mentoring- und Tandemprojekte. Er hat Sozialwissenschaften in Augsburg, Spanien und Berlin mit Schwerpunkt auf Stadt- und Migrationsforschung studiert. Vor seiner Tätigkeit bei der Stiftung Bürgermut sammelte er wertvolle Erfahrungen in der Projektförderung bei der Robert Bosch Stiftung, in der Projektarbeit bei zivilgesellschaftlichen Trägern und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).