Ein Dorffest für alle Generationen in Teicha

Steffen Schulze, Ortsbürgermeister der Ortschaft Teicha in Sachsen-Anhalt beim openTransfer CAMP #Zusammenhalt am 17.01.2020 in Halle (Saale)

Ein Ort, ein Fest, viele Generationen – auf welche Weise lässt sich in Teicha im Mai 2021 ein Fest organisieren, das verschiedene Altersgruppen einander näherbringt? In seiner Session sammelte Steffen Schulze zahlreiche Ideen und fragte auch nach der Möglichkeit, Stadtbewohner:innen aufs Land zu holen.

Teicha ist eine Ortschaft der Gemeinde Petersberg im Saalekreis. Nicht weit von Halle. In dem Dorf leben etwa 1.400 Einwohner:innen. Seit Frühsommer 2019 hat der parteilose Kandidat Steffen Schulze das Mandat des Ortsbürgermeisters mit der Vision übernommen, das Dorf wieder mit Leben zu füllen. „In den letzten Jahren ist hier nicht viel passiert. Die Menschen schwärmen immer häufiger von früher“, so Schulze. Gab es in den Neunzigerjahren noch einige Events – von Picknicks über Konzerte und sportliche Wettbewerbe – so beschränken sich die festlichen Aktivitäten derzeit auf einen jährlichen Adventsmarkt. Für Schulze besteht hier dringender Handlungsbedarf, „damit sich Alt und Jung wieder in geselliger Atmosphäre begegnen und nicht den Kontakt zueinander verlieren“. Wie lässt sich das angehen? Aufbauen ließe sich auf die breit gefächerte Vereinslandschaft in Teicha. Steffen Schulze: „Ich bin bereits mit vielen Vereinen in Austausch getreten, inwieweit sie sich bei der Planung des Festes der Generationen beteiligen mögen.“ Der Grundtenor sei hier erfreulicherweise zustimmend gewesen, so der Bürgermeister.

Ein Mann mit Mikro steht in einer Menschentraube.

Kernteam gründen und mit Bürger:innen ins Gespräch kommen

Das Wichtigste sei neben einem knackigen Thema oder Motto für das Fest (wie „Teicha tanzt“) vor allem eine strukturierte Planung, so der Konsens unter den Sessionteilnehmenden. Die Empfehlung: Ein Organisationsteam aus drei bis fünf Personen gründen, die sich einmal in der Woche treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Von Vorteil seien insbesondere Personen, die bürgernah aufgestellt sind – sei es durch Kontakte zu Vereinen und Firmen im Ort oder zu Freiwilligen-Agenturen. Zudem würde eine hohe Diversität im Team dem Projekt guttun.

Die größte Herausforderung ist laut Steffen Schulze, die Altersgruppe zwischen 25-50 Jahren zu erreichen. Am besten würde hier, so ein Teilnehmender, immer noch der persönliche Kontakt funktionieren: das klassische Gespräch am Gartenzaun. Des Weiteren sollten sowohl finanzielle als auch materielle Ressourcen gut geplant sein. Schulze wurde hierbei von den Besucher:innen der Session nahegelegt, nicht nur über die Kommune Gelder zu beantragen, sondern auch direkt auf Firmen, Vereine oder die Feuerwehr zuzugehen, um beispielsweise Material – wie Bänke, Tische und Planen – zu erhalten. Zudem lohne es sich, Informationen über niedrigschwellige Förderfonds bei der Sparkasse oder von Bürgerstiftungen einzuholen. Und weil kein Fest ohne Musik funktioniert, stellte ein Besucher der Session direkt den Kontakt zu mehreren Bands her.

http://www.gemeinde-petersberg.de/de/ortschaften-kultur/teicha-kultur-20000354.html

Fotos: CC BY-NC-SA 2.0 / Jörg Farys I openTransfer.de

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