Berliner Patenschaftsprogramme kennenlernen – openTransfer #Patenschaften Expedition

Die Projektlandschaft in Berlin  – Ein Überblick

Mentoren- und Patenschaftsprogramme, sei es für Kinder und Jugendliche, geflüchtete Menschen oder Familien, haben in den letzten Jahren einen wahren Boom erfahren. Die Nachfrage nach passenden Angeboten steigt, auch weil die Wirksamkeit der Programme mittlerweile kaum noch in Frage gestellt wird. Wissenschaftliche Studien belegen, dass 1:1-Patenschaften und gezieltes Mentoring effiziente und effektive Instrumente der Integration, der aktiven gesellschaftlichen Teilhabe und persönlichen Weiterentwicklung sind. (Eine Übersicht über den aktuellen Forschungsstand findet sich unter “Ein Engagement, das wirkt“.).

Die Berliner Patenschaftslandschaft wächst

Entsprechend der gestiegenen Nachfrage verändert sich auch die Landschaft der Berliner Patenschaftsprogramme und gestaltet sich zunehmend diverser und vielschichtiger. Die Angebote reichen von eher niedrigschwelligen Programmen mit wenigen und ungezwungenen Treffen über Projekte mit sogenanntem „Befriending-Charakter“ hin zu Organisationen, die sich einer konkreten Zielstellung wie der Vermittlung einer Anstellung oder eines Ausbildungsplatzes verschrieben haben.

HiMate! und Start with a Friend, zwei Berliner Organisationen, die 2015/2016 als Folge der „Flüchtlingskrise“ gegründet wurden, haben beispielweise das Ziel über die ungezwungene Teilhabe an Kultur- und Freizeitangeboten bzw. durch den Aufbau von Freundschaften, Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen zu bringen und Geflüchteten somit das Ankommen in Deutschland zu erleichtern. Programme wie XENION, die bereits seit Mitte der 1980er-Jahre psychosoziale Hilfe und therapeutische Behandlung für Geflüchteten Menschen anbieten, oder Avenir, die bei der Vermittlung von Arbeitsplätzen und beruflicher Weiterqualifizierung helfen, haben wiederum über die Jahre ganz konkrete Maßnahmenpakete entwickelt und ihre Angebote nach und nach ausgebaut und professionalisiert. Mittlerweile existieren neben einzelnen Programmen aber auch Netzwerke wie das Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften, das Informationen für Patenschafts- sowie Engagementsuchende bereithält, über die aktuellsten wissenschaftlichen Perspektiven und Forschungsergebnisse in ihrem Fachbrief berichtet und einen berlinweiten Überblick über die bestehenden Kinder- und Jugendpatenschaftsprogramme gibt.

Mit der „Flüchtlingskrise“ 2015/2016 ist neuer Schwung in die Berliner Patenschaftslandschaft gekommen

Den Ursprung in der Kinder- und Jugendhilfe innehabend, decken Patenschaftsprogramme mittweile eine immer größer werdende Bandbreite an Zielgruppen ab. Neben Senioren und Seniorinnen, Familien, alleinerziehenden Elternteilen und jungen Erwachsenen, existieren seit 2015 auch vermehrt Projekte speziell für geflüchtete Menschen.  Die Angebote reichen von der  Unterstützung in der Schule, bei der Ausbildungssuche, dem Umgang mit Behörden, über Berufsorientierung und Hausaufgabenhilfe bis hin zum Spracherwerb oder der Unterstützung bei alltäglichen Arbeiten im Haushalt. Die Projektlandschaft ist vielfältig und gerade im Bereich der Arbeit mit Geflüchteten ist seit 2015 eine ganze Reihe an spannenden Projekten mit interessanten Ansätzen entstanden.

Berliner Patenschaftsprojekte kennenlernen

Viele der in Berlin aktiven Programme haben in den letzten Jahren erfolgreich unzählige Patenschaften gefördert und somit die unterschiedlichsten Menschen zusammen gebracht. Um von den Erfahrungen der Organisationen zu lernen, aber auch um die Menschen hinter den Projekten, ihre Arbeitsweisen und Visionen kennen zu lernen, möchten wir Interessierten im Rahmen unserer openTranser #Patenschaften Expedition am 28.-29-06.2018 die Möglichkeit geben, die bunte Vielfalt der Berlin Patenschaftsprogramme selbst vor Ort zu erfahren, voneinander zu lernen und sich zu vernetzen. Die Expedition richtet sich speziell an Organisationen und Initiativen aus Ostdeutschland, die selbst Patenschafts- oder Mentoring Programme für Geflüchtete entwickelt haben und/oder begleiten.

Wir freuen uns, ganz unterschiedliche Organisationen vorzustellen, einen Einblick in die Berliner Projektlandschaft zu werfen und uns gemeinsam mit euch auszutauschen!

Bis zum 28.Mai 2018 könnt ihr euch noch für die Teilnahme bewerben.

Artikel: Lisa Schnägelberger

Foto: Andi Weiland | Stiftung Bürgermut (CC by nc)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.