Zu Besuch bei … IBUG – Festival für urbane Kunst

Fotocredit: Susan Fankhaenel 2024
Eine Werkstatt-Reise zu Leerstandsbelebung und kommunaler Zusammenarbeit
Am 3. und 4. September 2026 besuchen wir das Team des IBUG e.V. in Riesa. Dort findet die 21. Ausgabe des internationalen Festivals für urbane Kunst statt – dieses Mal auf dem Gelände der ehemaligen Muskator-Werke in Riesa. Gemeinsam werfen wir einen Blick hinter die Kulissen eines Projekts in Sachsen, das seit über zwanzig Jahren zeigt, wie aus leerstehenden Industriearealen neue Möglichkeitsräume entstehen können.
Im Mittelpunkt der Werkstatt-Reise stehen die Fragen: Wie gelingt die Belebung leerstehender Orte? Was braucht es für eine gute Zusammenarbeit mit Verwaltung und kommunalen Partner? Wie organisiert sich das im Wachstum befindliche Projekt? Und welche Erfahrungen aus dem Beispiel IBUG lassen sich auf die eigene Praxis übertragen?
Die IBUG steht für die kreative und gemeinschaftliche Umnutzung von Industriebrachen. Mit urbaner Kunst, ehrenamtlichem Engagement und starken Kooperationen verwandelt das Team jedes Jahr verlassene Orte in lebendige Räume für Kultur, Begegnung und Austausch. Dabei entstehen immer wieder neue Antworten auf ganz praktische Fragen: Wie lassen sich nicht-kommerzielle Nutzungen organisieren und langfristig tragen? Welche Rechtsformen und Strukturen sind hilfreich? Wie können Verwaltung, Eigentümer und Zivilgesellschaft gemeinsam an einem Ort arbeiten?
An wen richtet sich das Angebot?
Die Werkstatt-Reise richtet sich an in Ostdeutschland engagierte Menschen, die Leerstandsprojekte planen, bereits selbst Orte gestalten oder sich für die Entwicklung und Aktivierung von Brachflächen interessieren. In einer kleinen Reisegruppe von etwa zehn Personen gibt es Raum für ehrliche Einblicke, offene Fragen, kollegialen Austausch und das Teilen von Erfahrungen. Ihr könnt von den Perspektiven des IBUG-Teams und seiner Partner vor Ort lernen und gemeinsam Ideen für die eigene Arbeit weiterentwickeln.
Über die IBUG

Die IBUG macht Industriekultur durch Urban Art erlebbar. Seit 2006 verwandelt das Festival jährlich eine leerstehende Industriebrache in Sachsen in einen Ort für Kunst, Begegnung und gemeinsames Lernen. Internationale Künstler:innen gestalten die oft vom Abriss bedrohten Gebäude, die für Menschen in der Region mit vielen Geschichten verbunden sind, mit Malerei, Graffiti, Installationen und Multimediaarbeiten neu und beziehen dabei Geschichte und Architektur der Orte in ihre Werke ein. Begleitet wird das Festival von einem vielfältigen Programm aus Musik, Film, Design und Bildungsangeboten.
Die 21. Ausgabe der IBUG kehrt 2026 auf das Gelände der ehemaligen Muskator-Werke in Riesa zurück. Die Festival-Wochenenden finden am 22./23. August, 29./30. August sowie am 5./6. September 2026 statt. Mehr zur IBUG: https://ibug-art.de/
Logo: zvg ibug
Über die Referent:innen

Tim ist seit 2018 Teil des IBUG-Teams. Die ersten beiden Jahre hat er sich um Ehrenamtskoordination und -akquise gekümmert. Seit 2020 ist Tim Teil des Bookingteams und verantwortet das Sponsoring. Im Laufe der Zeit war er u. a. Vereinsvorstand (ein Jahr) und übernahm die Projektkoordination für C25 (Kulturhauptstadt); außerdem hat er das jährliche Crowdfunding initiiert und koordiniert. Besonders viel Spaß hat ihm die Konzeption und Durchführung der IBUG-Praktika in den vergangenen Jahren gemacht. Tim motivieren die Einzigartigkeit des IBUG-Festivals und die besondere Verbindung von urbaner Kunst und Industriebrachen.
Antonia war erstmals 2018 als Helferin und 2019 als Praktikantin Teil des IBUG-Festivals. Nach einer Pause kam sie 2024 zurück und übernahm den Bereich Personalkoordination und Freiwilligenakquise. Seit 2025 ist sie Vorstandsvorsitzende des IBUG e.V., seit 2026 in der Projektkoordination und Finanzbuchhaltung tätig und hat u.a. die Betreuung der IBUG-Praktika von Tim übernommen. Sie hat in Leipzig Kulturwissenschaften studiert und freut sich, bei der IBUG die Theorie in die Praxis umsetzen zu können. Antonia reizt an dieser besonders die Möglichkeit, ständig Neues zu lernen sowie über sich hinauszuwachsen, und als Teil eines tollen Teams mit diesem einzigartigen Kunst- und Kulturangebot vergessenen Orten neues Leben einzuhauchen.

Die Reise findet im Rahmen des Programms openTransfer Zusammenhalt statt. openTransfer Zusammenhalt ist ein Programm der gemeinnützigen Stiftung Bürgermut und wird gefördert durch die Stiftung Mercator.

