Die gesellschaftliche Dimension der Circular Economy

Wie kann die Circular Economy nicht nur ökologische und wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Wirkung entfalten – und wie finanzieren wir genau diese Transformation? In der Session diskutieren wir anhand von Social Businesses mit zirkulären Lösungen, wie Teilhabe, lokale Wertschöpfung und soziale Wirkung stärker in der Kreislaufwirtschaft verankert werden können. Gemeinsam schauen wir darauf, welche Finanzierungslogiken, Partnerschaften und Rahmenbedingungen es braucht, damit solche Ansätze wachsen und ihre Wirkung skalieren können.

Kreislaufwirtschaft – ohne Spenden?

Nach acht Jahren wird ein Teil von Buy Food with Plastic® profitabel: Wir zeigen, wie wir den Schritt von der spendenfinanzierten Arbeit zu unserem ersten Impact-Investing-Angebot gestalten. Für unsere Finanzierungsrunde von rund 3.17 Millionen Euro sind bereits rund 846.000 Euro zugesagt. Weitere rund 529.000 Euro sind über das Schweizer Förderprogramm REPIC in der Pipeline. Eine Stiftung hat 750.000 Euro mündlich zugesagt, und mit einer Familie laufen Gespräche über eine Eigenkapitalbeteiligung. In dieser Session teilen wir offen, was bisher funktioniert, wo Challenges sind und was andere Organisationen daraus lernen können, wenn sie Wirkung mit einem rentablen Geschäftsmodell verbinden möchten.

Mehr Kreislaufläden als McDonald’s? Ein Finanzierungsmodell für zirkuläre Nachbarschaften

Aus der Kreislaufwirtschaft wird erst dann eine Circular Society, wenn Reparieren, Leihen und Teilen so selbstverständlich zum Alltag gehören wie der Supermarkt um die Ecke. Dafür braucht es einen Kreislaufort in jeder Nachbarschaft. Der Kreisler in Neukölln ist der Pilot dafür: Ein Gewerbeleerstand einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft wurde zum Reparatur- und Leihladen, den einkommensabhängige Mitgliedschaften langfristig tragen. Diesen Pilot bauen wir als Social Franchise zu einem Verbund von Standorten aus. Die Standorte sollen Wissen, Standards und administrative Infrastruktur teilen und die Finanzlast zwischen wohlhabenderen und ärmeren Nachbarschaften ausgleichen. Mit Euch wollen wir diskutieren, wie sich ein solcher Verbund aufbauen und finanzieren lässt und welche Rolle Wohnungsunternehmen, Kommunen und Herstellerverantwortung dabei spielen können.

Warum eigentlich allein? Über Kooperation als unternehmerische Entscheidung

In der Kreislaufwirtschaft sprechen wir viel über Zusammenarbeit und haben gleichzeitig selbst erlebt, wie schnell man um dieselben Kunden, Projekte und Finanzierungsmöglichkeiten konkurriert. Wir erzählen, warum wir uns entschieden haben, diesen Widerspruch anders aufzulösen und mit zwei sehr unterschiedlichen, sich ergänzenden Teams gemeinsam orbitsandpieces zu gründen. Unsere Überzeugung dabei: Technologische Innovation und unternehmerische Perspektive müssen zusammenkommen, damit aus guten Lösungen ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäft entsteht und Kapital langfristig Wirkung entfalten kann. Mit Euch wollen wir diskutieren, wie viel Kooperation wirtschaftlich sinnvoll ist und welche Strukturen und Finanzierung es braucht, damit sie gelingt.

Zehn Jahre Partnerschaft statt zwölf Monate Förderlogik: Das NGO-Finanzierungsmodell der Zukunft?

Projekte enden, Systemkrisen nicht: Um echten Impact zu erzielen, hat Circular Berlin den Schritt von punktuellen Projekten hin zu langfristigen Programmen wie dem Circular Market Programm gewagt. Doch wie lässt sich dieser strategische Wandel als kleine NGO nachhaltig und strukturell finanzieren? Wie können wir Ressourcen bündeln (personelle oder finanzielle), um den Systemwandel zu pushen? In dieser Session diskutieren wir Modelle und das Potenzial von langfristigen, visionären Partnerschaften mit der Finanz- und Wirtschaftswelt, die von gesellschaftlichen Akteuren getrieben werden… Geht das?

Spülmobil für Wochenmarkt – wie geht es nach der Förderung weiter?

Eine mobile Spüleinheit auf einem E-Lastenfahrrad-Anhänger bringt eine vollständige Mehrweglösung für den Vor-Ort-Verzehr (Geschirr und Spülservice) auf den Wochenmarkt. Im Rahmen eines Förderprojektes war das Angebot für alle (Marktbetreibende, Caterer, Besuchende) kostenlos. Der Weg in den nicht-/teil-geförderten Spülbetrieb erscheint auf Grund der hohen Kosten (Personal, Fixkosten) noch unsicher. Wir stellen unsere Projektergebnisse vor und wollen mit euch über die Zukunft (Finanzierung, Skalierung usw.) sprechen.

Erzählsalon – wir hören euch zu

Utopie, Eigentum, Solidarität, Privilegien – Begriffe unserer Zeit. Doch was bedeuten sie für dich persönlich? Was hat sich im Umgang mit diesen Begriffen verändert? Und an welchen Punkten in deinem Leben bist du ihnen besonders begegnet? In diesem Erzählsalon schaffen wir Raum für offene Gespräche, gemeinsames Nachdenken und neue Perspektiven. Kommt vorbei und bringt eure Erfahrungen mit.

Wir treffen uns für den Erzählsalon draußen am Erfahrungs-Sammel-Mobil des Projekts „weitersagen“. Hier findet ihr Beispiele von ostdeutschen Umbruchserfahrungen und was sie uns für die Zukunft lehren. Wenn auch du eine Umbruchsgeschichte erzählen und teilen möchtest, komme am Mobil gerne auf uns zu.

Rechtsextreme Mobilisierung auf Social Media verstehen

Rechtsextreme Jugendgruppen erreichen und mobilisieren zunehmend mehr junge Menschen. Auf Social Media scheinen ihre Inhalte erfolgreicher zu sein als je zuvor. In dieser Session möchte ich gemeinsam mit euch genauer hinschauen: Wie funktionieren die Online-Strategien rechtsextremer Jugendgruppen? Warum gelingt es ihnen, Jugendliche zu mobilisieren – und was können wir dem entgegensetzen?

Zwischen (Un-)Sichtbarkeit und (Un-)Sicherheit – Diversitätsorientierung & Allyship als Reaktion auf aktuelle Herausforderungen im Engagement

In dieser interaktiven Session bist du eingeladen, gemeinsam mit anderen Engagierten zu reflektieren, wie wir demokratische Räume sicherer und vielfältiger gestalten können. Wir bringen Erkenntnisse aus unserer Forschung zu diversitätsorientierter Demokratiearbeit im ländlichen Raum Thüringens mit. Diese liefern wichtige Einblicke in aktuelle Herausforderungen der Arbeit von Selbstorganisationen marginalisierter Communities als Akteur*innen der Demokratiearbeit. Durch den Austausch zu den Forschungsergebnissen und euren Erfahrungen wollen wir herausfinden, wie wir uns gegenseitig besser unterstützen, Hindernisse für Teilhabe abbauen und konkrete Solidaritätsstrategien entwickeln können.