Deepfakes, Desinformation, Datenflut – und wie wir gemeinsam Fakten sammeln

Zivilgesellschaftliche Organisationen sehen sich zunehmend mit Desinformation konfrontiert – in sozialen Medien, lokalen Debatten oder politischen Auseinandersetzungen. Wie können sie für faktenbasierte Debatten eintreten? Die Session gibt Einblicke ins CORRECTIV.Faktenforum und zeigt anhand praktischer Beispiele, wie Faktencheckmethoden vermittelbar werden und wir Menschen befähigen können, Informationen kritisch zu prüfen. Gemeinsam diskutieren wir, welche Kommunikationsstrategien helfen, Desinformation zu begegnen und Vertrauen in verlässliche Informationen zu stärken.

Mehr Sichtbarkeit für das Ehrenamt: Der digitale Dorfkalender „Schafe vorm Fenster“.

Diese Session stellt den digitalen Dorfkalender „Schafe vorm Fenster“ vor, der speziell entwickelt wurde, um das fragmentierte Gemeindeleben ohne technische Barrieren wie Apps oder Logins sichtbar zu machen. Wir zeigen Multiplikatoren, wie lokale Termine aus verschiedensten Quellen – von WhatsApp-Flyern bis zu Google-Kalendern – vollautomatisch gebündelt und sowohl digital als auch analog (per QR-Code-Aushang) im Dorf verbreitet werden. Erfahrt, wie ihr durch diese innovative Vernetzung die Reichweite lokaler Akteure massiv steigern und das Gemeinschaftsgefühl in Ihrer Region nachhaltig stärken könnt.

Gemeinsam mehr bewegen

Die Demokratie lebendig halten, das geht nur zusammen! In dieser Session stehen Zusammenarbeit, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt. Wie können wir uns als Zivilgesellschaft gegenseitig supporten? Was braucht ihr als Engagierte gerade konkret und wie kann das Tool der digitalen „Demokratie-Plattform“ – die zu den Landtagswahlen 2026 ein Update mit neuen Features erhält – dabei weiterhelfen? Was ist für euch dabei besonders wichtig rund um Wahlen und was ganz unabhängig von ihnen?

Collective Action – Wieso, mit wem und wie?

Die Probleme von heute lassen sich nicht mit den Methoden von gestern lösen. Wir bei ProjectTogether sind fest davon überzeugt: So wie die großen Herausforderungen unserer Zeit menschengemacht sind, genauso können wir sie im gemeinschaftlichen Handeln bewältigen und eine lebenswerte Zukunft gestalten. In dieser Session besprechen wir gemeinsam die Herangehensweise und das Potenzial von Collective Action Projekten und sektorübergreifenden Allianzen, welche wir dann für Eure Projekte gemeinsam durchdenken können.

Mehrweg und Recycling – Konkurrenz oder Ergänzung?

Oft wird Recycling als „Gegner“ des Mehrwegs gesehen und die Konzepte unterscheiden sich tatsächlich in einigen wesentlichen Punkten. Aber haben sie nicht ein gemeinsames Ziel? Sind beide Konzepte immer möglich und sinnvoll? Welche Faktoren müssen bedacht werden, wenn man zwischen Mehrweg und Recycling entscheidet und welche Hürden können gemeinsam angegangen werden? Wir wollen gemeinsam erörtern, wie beide Konzepte Seite an Seite ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

Neues Denken im Kunststoffdesign: Kreislauffähigkeit aktiv gestalten!

Recycling ist wichtig – aber reicht nicht aus, um den wachsenden Kunststoffbedarf zu decken und die Klimaziele zu erreichen. Wie können wir Unternehmen für einen höheren Kaskadenansatz begeistern? Welche Prinzipien machen Kunststoffprodukte wirklich langlebig – und wie lassen sich durch Reparatur und Wiederverwendung Nutzungsdauern verlängern? Welche Infrastruktur, Anreize und Geschäftsmodelle brauchen wir, um echte Kreisläufe zu schaffen? In dieser Session diskutieren wir innovative Wege, um den Kunststoff von Wegwerfprodukt zu Ressourcenschatz zu machen und wie Unternehmen, Kommunen und Forschung vom linearen Denken zu echter Circular Economy kommen.

Vom Wissen ins Handeln: Kunst als Hebel

Wir wissen um Plastikberge und Textilmüll – trotzdem handeln viele nicht. Denn das Narrativ der Großen prägt: Nachhaltigkeit bringt nichts oder kostet uns Wohlstand. So entsteht Ohnmacht, Angst und Stillstand. Gleichzeitig handeln unzählige Kleine – doch unsichtbar und zersplittert. Wie kann Kunst zum Hebel werden, Ohnmacht zu durchbrechen, Bewusstsein zu stärken und die vielen Gestaltenden mit Konsumenten zu verbinden, damit Wirkung entsteht?

Recyclingfähigkeit – Was geht? Wer’s glaubt…

Viele Produkte aus Kunststoff sind scheinbar gut recyclingfähig, in der Realität fallen reale Recyclingquoten aber hinter den Ansprüchen einer Circular Economy zurück. Recycling beginnt beim Produktdesign, und in den kommenden Jahren wird die Regulatorik (z.B. die PPWR) hier klare Vorgaben machen. In der Session wollen wir gemeinsam diskutieren, was Recyclingfähigkeit in der Realität bedeutet und welche Einschränkungen es gibt. Darüber hinaus wird Thema sein, wie man die in der Regulatorik vorgeschriebene Transparenz sicherstellen und die nötigen Nachweise erbringen kann.

Kunststoffkreislauf bei Multimaterialverpackungen durch „Debonding on Demand“ verbessern

Im Rahmen des Fraunhofer DeboPack-Forschungsprojekts entwickeln wir aktuell innovative Ansätze, um die Herausforderungen des Recyclings von Multimaterialverpackugen in der Praxis zu verbessern.
Ein zentrale Fokus liegt auf der Frage, wie Kunststoffverpackungen ressourcenschonend gestaltet werden und sich verschiedene Materialien gezielt und kontrolliert trennen lassen. Mit Hilfe von „Debonding on Demand“-Technologie wollen wir bessere Recyclingvoraussetzungen schaffen, die Qualität von Kunststoffrezyklat verbessern und den Materialeinsatz reduzieren. In dieser Session diskutieren wir die technischen und praktischen Herausforderungen bei der Implementierung sowie die Potenziale eines solchen Lösungsansatzes.

ReUseMe – Ressourcenschutz durch Wiederverwendung von Einkaufstaschen

ReUseMe Taschen-Tausch-Stationen machen die Wiederverwendung von Einkaufstaschen einfach: Wer Taschen übrig hat, steckt sie in die Fächer, wer eine braucht, nimmt sich eine mit. So werden wertvolle Ressourcen geschont und gesellschaftlicher Wandel öffentlich sichtbar gemacht.

Die Open Source-Datei für den 3D-Druck der Stationen, Begleitmaterial und Baupläne stehen ab 2026 kostenfrei zur Verfügung.

In dieser BarCamp-Session möchten wir die Idee der Station mit Euch besprechen und anschließend konkrete Schritte diskutieren: Wie motivieren wir Läden, Bibliotheken und andere öffentliche Orte, eine Station aufzustellen? Wie etablieren und bewerben wir neue Stationen im Stadtbild, damit der Taschentausch schnell in den Alltag übergeht? Und wie machen wir die begleitende Wissensplattform (Karte, auf der weitere ReUse-Akteure und Stationen dargestellt werden) so bekannt und nützlich, dass sie stetig wächst?

Helft uns, die Idee von ReUseMe in die Welt zu tragen!