Mehrweg im Krankenhaus: Wer zahlt für den Weg zurück?

Für fast jedes Einwegprodukt im Krankenhaus gibt es eine erprobte Mehrweg-Alternative, die über den Lebenszyklus oft sogar günstiger ist. Trotzdem setzen Kliniken immer stärker auf Einweg, und der Rückweg wird schwerer: Aufbereitungsinfrastruktur fehlt, Vorschriften und Hersteller schreiben Einweg fest und die Finanzierung begünstigt Sachkosten statt Investitionen. Nach einem kurzen Impuls zu Kosten und Lock-in-Effekten möchte ich mit euch diskutieren, welche Finanzierungs- und Organisationsmodelle den Umstieg möglich machen könnten.

Ohne Moos nix los: Wer zahlt für die letzte Meile? Ein Entscheidungsspiel zur Finanzierung von Recycling im Globalen Süden (Brasilien)

Welcome to the world of Cherry Picking. Weltweit scheitern Kreislaufprojekte für Kunststoffe selten am Wissen, sondern am Geld für die letzte Meile, und vor allem an nicht-werthaltigen Fraktionen. In dieser Session schlüpft ihr in die Rolle von Impact-Investoren, einer Stiftung, Entwicklungsbank, Kunststoffverarbeiter, Stadtverwaltung oder Markenhersteller. Ihr entscheidet an zwei echten Fällen aus Rio de Janeiro und Westafrika: Gebt ihr Geld? Mit welchem Instrument? Zu welchen Bedingungen? Am Ende hängen eure Term Sheets an der Wand und wir sehen gemeinsam, wo das Geld stehen bleibt, was wir trotzdem bewegen können, und was das für Förderpraxis und Politik heißt. SeedlingHub gemeinnützige GmbH und BlackForest Solutions Brazil bringen Zahlen und Erfahrung aus dem eigenen Betrieb mit (portoreciclagemsocial.org, reverselab.org, rainbowforest.org).

A Resonant Narrative For Solidarity

What if balance is not a fixed state, but an ongoing process of change, renewal, and adaptation? This session introduces “dynamic regenerative balance” as a lens for understanding ourselves, society, and the natural world. From breathing to ecosystems, relationships, and economies, many systems depend on continuously restoring balance. After a short shared vocal experiment, we’ll explore together what this perspective could mean for a new, regenerative economy and for how we live, work, and contribute to a more humane, resilient, and sustainable world.

Die gesellschaftliche Dimension der Circular Economy

Wie kann die Circular Economy nicht nur ökologische und wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Wirkung entfalten – und wie finanzieren wir genau diese Transformation? In der Session diskutieren wir anhand von Social Businesses mit zirkulären Lösungen, wie Teilhabe, lokale Wertschöpfung und soziale Wirkung stärker in der Kreislaufwirtschaft verankert werden können. Gemeinsam schauen wir darauf, welche Finanzierungslogiken, Partnerschaften und Rahmenbedingungen es braucht, damit solche Ansätze wachsen und ihre Wirkung skalieren können.

Kreislaufwirtschaft – ohne Spenden?

Nach acht Jahren wird ein Teil von Buy Food with Plastic® profitabel: Wir zeigen, wie wir den Schritt von der spendenfinanzierten Arbeit zu unserem ersten Impact-Investing-Angebot gestalten. Für unsere Finanzierungsrunde von rund 3.17 Millionen Euro sind bereits rund 846.000 Euro zugesagt. Weitere rund 529.000 Euro sind über das Schweizer Förderprogramm REPIC in der Pipeline. Eine Stiftung hat 750.000 Euro mündlich zugesagt, und mit einer Familie laufen Gespräche über eine Eigenkapitalbeteiligung. In dieser Session teilen wir offen, was bisher funktioniert, wo Challenges sind und was andere Organisationen daraus lernen können, wenn sie Wirkung mit einem rentablen Geschäftsmodell verbinden möchten.

Mehr Kreislaufläden als McDonald’s? Ein Finanzierungsmodell für zirkuläre Nachbarschaften

Aus der Kreislaufwirtschaft wird erst dann eine Circular Society, wenn Reparieren, Leihen und Teilen so selbstverständlich zum Alltag gehören wie der Supermarkt um die Ecke. Dafür braucht es einen Kreislaufort in jeder Nachbarschaft. Der Kreisler in Neukölln ist der Pilot dafür: Ein Gewerbeleerstand einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft wurde zum Reparatur- und Leihladen, den einkommensabhängige Mitgliedschaften langfristig tragen. Diesen Pilot bauen wir als Social Franchise zu einem Verbund von Standorten aus. Die Standorte sollen Wissen, Standards und administrative Infrastruktur teilen und die Finanzlast zwischen wohlhabenderen und ärmeren Nachbarschaften ausgleichen. Mit Euch wollen wir diskutieren, wie sich ein solcher Verbund aufbauen und finanzieren lässt und welche Rolle Wohnungsunternehmen, Kommunen und Herstellerverantwortung dabei spielen können.

Warum eigentlich allein? Über Kooperation als unternehmerische Entscheidung

In der Kreislaufwirtschaft sprechen wir viel über Zusammenarbeit und haben gleichzeitig selbst erlebt, wie schnell man um dieselben Kunden, Projekte und Finanzierungsmöglichkeiten konkurriert. Wir erzählen, warum wir uns entschieden haben, diesen Widerspruch anders aufzulösen und mit zwei sehr unterschiedlichen, sich ergänzenden Teams gemeinsam orbitsandpieces zu gründen. Unsere Überzeugung dabei: Technologische Innovation und unternehmerische Perspektive müssen zusammenkommen, damit aus guten Lösungen ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäft entsteht und Kapital langfristig Wirkung entfalten kann. Mit Euch wollen wir diskutieren, wie viel Kooperation wirtschaftlich sinnvoll ist und welche Strukturen und Finanzierung es braucht, damit sie gelingt.

Zehn Jahre Partnerschaft statt zwölf Monate Förderlogik: Das NGO-Finanzierungsmodell der Zukunft?

Projekte enden, Systemkrisen nicht: Um echten Impact zu erzielen, hat Circular Berlin den Schritt von punktuellen Projekten hin zu langfristigen Programmen wie dem Circular Market Programm gewagt. Doch wie lässt sich dieser strategische Wandel als kleine NGO nachhaltig und strukturell finanzieren? Wie können wir Ressourcen bündeln (personelle oder finanzielle), um den Systemwandel zu pushen? In dieser Session diskutieren wir Modelle und das Potenzial von langfristigen, visionären Partnerschaften mit der Finanz- und Wirtschaftswelt, die von gesellschaftlichen Akteuren getrieben werden… Geht das?

Spülmobil für Wochenmarkt – wie geht es nach der Förderung weiter?

Eine mobile Spüleinheit auf einem E-Lastenfahrrad-Anhänger bringt eine vollständige Mehrweglösung für den Vor-Ort-Verzehr (Geschirr und Spülservice) auf den Wochenmarkt. Im Rahmen eines Förderprojektes war das Angebot für alle (Marktbetreibende, Caterer, Besuchende) kostenlos. Der Weg in den nicht-/teil-geförderten Spülbetrieb erscheint auf Grund der hohen Kosten (Personal, Fixkosten) noch unsicher. Wir stellen unsere Projektergebnisse vor und wollen mit euch über die Zukunft (Finanzierung, Skalierung usw.) sprechen.

Erzählsalon – wir hören euch zu

Utopie, Eigentum, Solidarität, Privilegien – Begriffe unserer Zeit. Doch was bedeuten sie für dich persönlich? Was hat sich im Umgang mit diesen Begriffen verändert? Und an welchen Punkten in deinem Leben bist du ihnen besonders begegnet? In diesem Erzählsalon schaffen wir Raum für offene Gespräche, gemeinsames Nachdenken und neue Perspektiven. Kommt vorbei und bringt eure Erfahrungen mit.

Wir treffen uns für den Erzählsalon draußen am Erfahrungs-Sammel-Mobil des Projekts „weitersagen“. Hier findet ihr Beispiele von ostdeutschen Umbruchserfahrungen und was sie uns für die Zukunft lehren. Wenn auch du eine Umbruchsgeschichte erzählen und teilen möchtest, komme am Mobil gerne auf uns zu.