Who Funds the Kiez? A Pilot in Place-Based Investing

Berlin’s neighborhood businesses are woven into daily life, yet many struggle to find capital that fits their needs and values, while Berliners’ savings sit in ETFs and savings accounts where it is hard to know what is being funded. This talk treats that mismatch as a systems problem: what happens if the people who already shop at, work with and recommend a local business can also invest in it, in small amounts? I will share what the Regenerative Business Hub Berlin learned from a first pilot with Oktopulli, a Kreuzberg fair-fashion label, including how the model works, who it is for, what did not go as planned, and the real risks. You will leave with a clear picture of the model, a view on where it could and could not scale, and a chance to challenge it live.

Städte als Reallabore für Mehrweg: Was wir in Tirana, Medellín & Co. wirklich gelernt haben

Verpackungsmüll reduzieren, CO₂-Emissionen senken und gleichzeitig Frauen im Mehrweg-Sektor stärken – klingt ambitioniert? Ist es auch.

Im IKU Circular City Labs (CCL) Project haben wir innovative Mehrweg-Ansätze weltweit unterstützt und direkt in Städten in Albanien, Georgien, Kolumbien und Südafrika gearbeitet. Doch zwischen einer guten Idee und dem echten Alltag vor Ort liegen oft Welten.
In dieser Barcamp-Session teilen wir ungeschminkte Einblicke, Erfolge und Herausforderungen aus unserer Arbeit:
• Ehrliche Insights: Was hat vor Ort gut geklappt und wo sind wir schlicht an Grenzen gestoßen?
• Raus aus der Pilot-Falle: Wie werden aus temporären Projekten langfristige, funktionierende Systeme?
• Die Geld-Frage: Wer greift gute Ansätze nach der Pilotphase auf und wie sieht eine tragfähige Anschlussfinanzierung aus?
Kommt vorbei, teilt eure eigenen Erfahrungen und lasst uns gemeinsam diskutieren, wie Mehrweg auch international nachhaltig funktionieren kann!

Das ökonomische Potenzial zirkulärer Elektronik nach Cradle to Cradle

In Europas Elektrogeräten stecken kritische Rohstoffe im Wert von rund 65 Milliarden Euro. Trotzdem sind zirkuläre Geschäftsmodelle bisher die Ausnahme. Jonas Müller (Senior Projektmanager, Cradle to Cradle NGO) stellt die Cradle to Cradle Electronics Initiative vor, die Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringt, damit Elektronik von Anfang an kreislauffähig gestaltet wird. Außerdem präsentiert er zentrale Ergebnisse der gemeinsamen Studie mit der Boston Consulting Group: Welche Rohstoffwerte stecken in unseren Geräten, und warum lohnen sich Modelle wie Product-as-a-Service auch finanziell? Danach seid ihr gefragt: Gemeinsam sammeln wir Themen, Projektideen und Akteure, die die Initiative auf dem Schirm haben und angehen sollte. Egal ob Ihr aus Unternehmen, Finanzwelt, Verwaltung, Wissenschaft oder Zivilgesellschaft kommt, bringt eure Perspektive und Erfahrungen mit!

Neue Finanzierungsmodelle für Cradle to Cradle

Cradle to Cradle zeigt, wie Produkte und Gebäude so gestaltet werden können, dass alle Materialien in Kreisläufen bleiben. Doch oft scheitert die Umsetzung nicht an der Idee, sondern am Geld: Höhere Anfangsinvestitionen, lineare Bilanzierungslogiken und fehlende Anreize bremsen den Wandel. Nora Sophie Griefahn (Gründerin und Geschäftsführende Vorständin, Cradle to Cradle NGO) gibt einen kurzen Impuls zu den Grundprinzipien von C2C und den zentralen Finanzierungsfragen und Lösungsansätzen. Danach seid ihr gefragt: Gemeinsam sammeln wir Ideen, diskutieren mögliche Modelle wie Material-Leasing oder Nießbrauch, Rücknahmesysteme, Materialpässe oder neue Förder- und Investitionsansätze, benennen die Herausforderungen, die dabei im Weg stehen und wie wir sie lösen könnten. Egal, ob Ihr aus Finanzwelt, Unternehmen, Verwaltung, Wissenschaft oder Zivilgesellschaft kommt, bringt eure Perspektive und Erfahrungen mit!

Wer trägt die Kosten, wer bekommt den Wert? Der Business Case der Kreislaufwirtschaft jenseits des Umsatzes

Kreislaufwirtschaft schafft Wert, der in keiner Umsatzzeile auftaucht: weniger Risiko, mehr Resilienz, bessere Reputation, Regulierungssicherheit. Nach einem kurzen Impuls von CIRCULAR REPUBLIC (UnternehmerTUM) zu den sieben Werten des Business Case nehmt ihr in Gruppen einen eigenen Fall in den Blick. Wer trägt die Kosten, damit es funktioniert? Wer bekommt welchen Wert? Und wer könnte beitragen, um die Lücke zu schließen? Kernfrage: Wie machen wir sichtbar, wer von zirkulärem Wert profitiert und wie bringen wir diese Akteure dazu, mitzufinanzieren?

Circular Business Case Calculation

Wann rechnen sich zirkuläre Geschäftsmodelle wie Reparatur, Wiederverkauf oder Vermietung? Die Studie von WWF und Quantis zeigt, wie Unternehmen wirtschaftliche Vorteile wie stärkere Kundenbindung oder geringere Lieferkettenrisiken in ihre Berechnungen einbeziehen können – Vorteile, die bislang häufig übersehen werden. Nach einem kurzen Einblick in den Ansatz diskutieren wir gemeinsam: Welche Potenziale bleiben in der Praxis unberücksichtigt, und wie können wir sie für Investitionsentscheidungen greifbar machen?

Nutzung der bestehenden Gesetze und Regularien, um Kreislauffähigkeit finanziell attraktiver zu machen ODER Wer ernsthaft nachdenkt, kann sich heute schon einen Kostenvorteil verschaffen

Hört sich erst langweilig an: Wie wird eine klassische Vollkostenrechnung durchgeführt?
Aber wie verändert sich diese, wenn man alle Kostenaspekte von Müllgebühren/EPR Fees und Plastic Tax in der EU einbezieht, die die Kreislaufwirtschaft finanzieren sollen? Macht der Trend ‚Paperisation‘ unter finanziellen Gesichtspunkten Sinn?

Wir schauen uns die ‚Eco-Modulation‘ von Verpackungen anhand konkreter Beispiele an und werden einige EU-Beispiele nachvollziehen (z.B. Fruchtgummis, Seifenflaschen, Computerzubehör, und andere, die wir in der Runde andenken können).

Kernfrage: Wie können wir mithilfe bestehender Regularien Kreislaufkosten für alle sichtbar machen?

Mehrweg im Krankenhaus: Wer zahlt für den Weg zurück?

Für fast jedes Einwegprodukt im Krankenhaus gibt es eine erprobte Mehrweg-Alternative, die über den Lebenszyklus oft sogar günstiger ist. Trotzdem setzen Kliniken immer stärker auf Einweg, und der Rückweg wird schwerer: Aufbereitungsinfrastruktur fehlt, Vorschriften und Hersteller schreiben Einweg fest und die Finanzierung begünstigt Sachkosten statt Investitionen. Nach einem kurzen Impuls zu Kosten und Lock-in-Effekten möchte ich mit euch diskutieren, welche Finanzierungs- und Organisationsmodelle den Umstieg möglich machen könnten.

Ohne Moos nix los: Wer zahlt für die letzte Meile? Ein Entscheidungsspiel zur Finanzierung von Recycling im Globalen Süden (Brasilien)

Welcome to the world of Cherry Picking. Weltweit scheitern Kreislaufprojekte für Kunststoffe selten am Wissen, sondern am Geld für die letzte Meile, und vor allem an nicht-werthaltigen Fraktionen. In dieser Session schlüpft ihr in die Rolle von Impact-Investoren, einer Stiftung, Entwicklungsbank, Kunststoffverarbeiter, Stadtverwaltung oder Markenhersteller. Ihr entscheidet an zwei echten Fällen aus Rio de Janeiro und Westafrika: Gebt ihr Geld? Mit welchem Instrument? Zu welchen Bedingungen? Am Ende hängen eure Term Sheets an der Wand und wir sehen gemeinsam, wo das Geld stehen bleibt, was wir trotzdem bewegen können, und was das für Förderpraxis und Politik heißt. SeedlingHub gemeinnützige GmbH und BlackForest Solutions Brazil bringen Zahlen und Erfahrung aus dem eigenen Betrieb mit (portoreciclagemsocial.org, reverselab.org, rainbowforest.org).

A Resonant Narrative For Solidarity

What if balance is not a fixed state, but an ongoing process of change, renewal, and adaptation? This session introduces “dynamic regenerative balance” as a lens for understanding ourselves, society, and the natural world. From breathing to ecosystems, relationships, and economies, many systems depend on continuously restoring balance. After a short shared vocal experiment, we’ll explore together what this perspective could mean for a new, regenerative economy and for how we live, work, and contribute to a more humane, resilient, and sustainable world.