Supervision im Ehrenamt

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Franziska Friedmann und Mascha Roth beim openTransfer CAMP Refugee Helpers am 14.11.2015 in Berlin

 

Bedarf an Supervision gibt es zuhauf. Schließlich erlebt jeder Unterstützer und jede Unterstützerin emotionsintensive Situationen, Geschichten und Schicksale. Doch wie gelingt es im stressigen Alltag, diese wichtigen Veranstaltungen durchzuführen? Und wie verkauft man diese eben nicht als “Seelenklempnerei”?

 

Ausgebildete Psychologinnen und Psychologen bieten Ehrenamtlichen therapeutische Unterstützung, Mentoring und damit sowohl Coping-Strategien als auch persönliche Entwicklungsmöglichkeiten an. Die Erfahrung lehrt, dass solche Angebote wenig wahrgenommen werden: Oft ist es zäh, einen gemeinsamen Termin und Ort zu finden. Angesichts der vielen Aufgaben und knappen Zeit geht der Mehrwert solcher Unterstützungen im Alltagsstress schlicht unter. Franziska Friedmann und Mascha Roth baten daher um Tipps, wie sie Supervisionen effektiver „an den Mann“ bringen können.

Jede Menge Ideen

„Ehrenamt braucht Supervision!“, „viele Berufsanfänger brauchen Mentoren!“ – über die Notwendigkeit sind sich die Teilnehmenden einig, zu häufig tritt Überforderung auf, aber: „man nimmt sich nicht die Zeit dafür.“ Hier setzten die Ideen, der Sessionteilnehmenden an.

„Brauchen wir bei Supervision und Coaching hochprofessionelle Qualitätsanforderungen, wenn wir auch einfach machen könnten?” Dieser Macher-Gedanke kommt häufig zur Sprache. Man bräuchte dafür allerdings erfahrenes Personal, was die Frage aufwirft, wie entsprechende Lehrangebote aussehen könnten. Konsens bestand dahingehend, dass grundlegenden Konzepte und „No-Gos“ transparent und für jeden zugänglich gemacht werden sollen. Außerdem wurde angeregt, einen, soweit dies möglich ist, spielerischen Umgang zu etablieren.

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Richtig kommuniziert

Statt dem etwas sperrigen Begriff Supervision wurden die Alternativen „Austauschrunde“ bzw. „Gesprächsrunde“ vorgeschlagen. Insgesamt war man sich einig, dass die Angebote niedrigschwellig, partizipativ kommuniziert und gestaltet werden müssen – in einem zweiwöchigen Rhythmus in projektübergreifenden Veranstaltungen. Die Kommunikation erfolgt entsprechend des Match-Making-Gedankens über schon existierende Institutionen und Dachverbände – offline und keinesfalls nur über Apps oder andere Online-Kanäle, um so viele Leute wie möglich zu erreichen.

Foto: #otc15 (CC BY SA) / www.eventfotografie-klant.de

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