Tagebuch openTransfer Skalierungsstipendium, Teil 2

Am Donnerstag, den 14.07.2016 starteten wir mit unseren Hausaufgaben und vielen Erwartungen in die zweite Runde des Transfercamps. Da München dieses Mal ein Heimspiel für uns war, konnten wir ausgeschlafen und mit voller Konzentration in den ersten Workshop von Odin Mühlenbein vom Ashoka Globalizer Programm starten. Durch unser PEP-Stipendium hatten wir inhaltlich von vielem schon gehört, waren aber sehr froh über die Auffrischung und die kritischen, analytischen Fragen von Odin Mühlenbein. In den Wochen zuvor hatten wir bereits unseren Transferkern definiert und mussten dennoch feststellen, dass noch ein weiter Weg bis zum Transfer vor uns liegt. Immer wieder überlegen wir ganz grundsätzlich: Macht Transfer überhaupt Sinn für uns? Odins Einblicke und Erläuterungen zu den unterschiedlichen Transfermethoden halfen uns aber, den Mut nicht zu verlieren.

Im zweiten Abschnitt beschäftigten wir uns stark mit unseren potenziellen Projektnehmern. Das sind Organisationen oder Partner, die unser Konzept in einer anderen Stadt oder Region umsetzen. In 1:1-Sessions diskutierten wir interessante Möglichkeiten, Ideen sowie Probleme, die auftreten könnten. Die vielen praktischen Übungen halfen sehr beim Abstrahieren und beim Durchdenken von Szenarien.

Vorgestellt wurde uns auch die Entwicklung eines Auswahlverfahrens, um am Schluss den richtigen Projektpartner zu finden. Wie genau die Zusammenarbeit mit den Projektnehmer gestaltet wird, hängt von vielen Faktoren ab, kann aber gut vom Projektgeber gesteuert werden. Neben den verschiedenen Möglichkeiten wie z. B. Beratung, Vernetzung, fachliche Information, Hospitation etc. ist es aber auch wichtig, seine eigene Rolle zu analysieren. Deshalb war auch die Session zum Thema „Die eigene Rolle im Transfer“ sehr interessant. Sehen wir uns selbst als Treiber, Ideengeber oder Verteiler von Wissen etc.? Mit der Beantwortung dieser Frage hilft ganz entscheidend für die Wahl der richtigen Projektnehmer.

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Am zweiten Workshop-Tag in München starteten wir mit einem Praxisbeispiel. Elisabeth Braun vom „Haus der Kleinen Forscher“ erklärte, wie die Verbreitung ihrer Organisation funktioniert. Es gab jede Menge Tipps, wie man Transfer positiv gestalten kann. Anschließend gab es sehr viel Theorie am Nachmittag. Es ging um die Wissensweitergabe des Konzeptes, bis hin zur Finanzierung des Transfers. Wir lernten, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, sein Wissen weiter zu geben. Empfehlenswert ist das Erstellen eines Handbuchs, das alle wichtigen Prozesse darstellt.

Zum Ende gab es noch einen groben Aufriss des Themas Finanzierung. Neben Zeit und einer guten Planung ist natürlich die Frage, wo das Geld herkommt und wie es ausgegeben wird, entscheidend. Die Entwicklung eines Finanzierungsmodells ist ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells. Und dieses betrifft den Projektgeber ebenso wie den –nehmer. Die Vorstellung der diversen Finanzierungsmöglichkeiten (von Lizenzen über Crowdfunding bis pro bono) bildeten einen schönen Abschluss. Jetzt heißt es: Neue Hausaufgaben bewältigen und langsam Struktur in das Thema Transfer/Skalierung bringen!

 

 

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